Eichbaum-Oberndorfer-Schützen Eugenbach

Standarte der Eichbaumsch├╝tzen
Standarte der Oberndorfersch├╝tzen

Vereinschronik

 

Der Verein "Eichbaum-Oberndorfer-Schützen" entstand aus dem Zusammenschluß der beiden in der Wolfgangsiedlung, Landshut, ansässigen Schützenvereinen, den Eichbaumschützen und den Oberndorferschützen. Aus den Gründungsjahren beider Vereine sind nur wenige Informationen erhalten:

Die Oberndorferschützen wurden im Jahre 1923 gegründet und gehören somit zu den ältesten Landshuter Schützenvereinen. Außer den Namen der Gründungsmitglieder, zu denen u.a. Josef Haas sen. und Karl Hiemann sen., die Väter unserer jetzigen Vereinskameraden, gehörten, ist nur weniges überliefert. Von Karl Hiemann sen. ist dokumentiert, dass er die Funktion des Zielers innehatte, d.h. während des Schießens hielt er sich in einer Grube unterhalb der Zielscheibe auf und zeigte mittels Zahlentafeln den jeweiligen Treffer an. Nach Karl Hiemanns Einberufung ging dieses Amt an Georg Nagel über.

Die Eichbaumschützen wurden erstmals im Jahre 1932 im damaligen Gasthaus "Zeilbeck" (dem späteren Gasthaus "Zur Eiche") gegründet. Die damaligen Gründungsmitglieder hießen: Zeilhuber, Josef Lackermeier, Max Daser, Josef Hölzl (der Großvater unseres jetzigen Vereinsmitgliedes Werner Hölzl), Johann Straßgütl und Zeilbeck, der Wirt des damaligen Vereinslokales. Durch die Wirren des Krieges war ein Schießbetrieb für lange Zeit nicht möglich: während des Krieges fehlten die männlichen Mitglieder und nach dem Krieg wurde der Schießbetrieb durch die Alliierten verboten. Aus der Zeit kurz vor Kriegsende resultiert auch der Verlust der Vereinsfahne, über deren Verbleib man nur spekulieren kann: kurz vor Einmarsch der Amerikaner wurde sie im Landshuter "Zollhaus" in Sicherheit gebracht. Nach der Besetzung und Durchsuchung durch die Amerikaner blieb die Fahne für immer verschwunden.

Nach Aufhebung des von den Alliierten verhängten Schießverbotes entschloss man sich 1950 den Verein unter Aufnahme der ehemaligen Oberndorferschützen wiederzugründen (offizieller Name des Vereins: Schützengesellschaft Eichbaumschützen Landshut). Das Vereinsheim der Oberndorferschützen im Gasthaus "Linde" (dem späteren Restaurant "Adria") wurde am Joseffitag (19. März) 1945 bei einem alliierten Bombenangriff komplett zerstört, so dass die Oberndorferschützen gezwungen waren, eine neue Bleibe zu suchen. Sie fanden diese bei ihren Nachbarn, den Eichbaumschützen.

Bei der Vereinsneugründung 1950 besaß man nur einen einzigen Schießstand, dieser befand sich in der Gaststube Richtung Nebenzimmer. Ein Jahr später wurde die Schießanlage auf 2 Schießstände erweitert. Nun schoss man vom Nebenzimmer in den großen Saal. Schließlich wurden im Großen Saal unter kräftiger Mitwirkung unseres jetzigen Vereinsmitgliedes Hermann Ziegler, 10 neue Schießstände errichtet mit kurbelbetriebenen Seilzugmechanismen zum Rückholen der Scheiben. Ein Nachteil dieses Standortes war, dass vor jedem Tanz oder vor jeder sonstigen größeren Veranstaltung die Schießstände ab - und anschließend wieder aufgebaut werden mußten. Trotzdem war man so für das 20-jährige Vereinsjubiläum, das man vom 1. - 3. Mai 1953 feierte, bestens gerüstet. Aus dieser Zeit stammt vermutlich auch die von Josef Hölzl handgeschriebene Vereinssatzung (Statut). Komfortabler wurde es erst nach dem Umzug in die ehemalige Wurstküche 1978.

1964 unterstrich man die Aufnahme der Oberndorferschützen und den Zusammenschluß mit einem neuen Vereinsnamen, den Eichbaum- Oberndorfer-Schützen. Möglicherweise spielte dabei auch die Aussicht eine Rolle, den vom Schützengau Landshut gestifteten Giftbecher für immer behalten zu können. Beide Vereine hatten den Giftbecher (einen Wanderpokal, der nach 5-maligem Gewinn endgültig in die Hände des Siegers überging) je 3 Mal gewonnen, die Eichbaumschützen 3x hintereinander von 1929 - 1931 und die Oberndorferschützen 1934, 1952 und 1964.

Vereinslokal der Eichbaum-Oberndorfer-Schützen war bis 2001 die Gaststätte "Zur Eiche". 1955 wurden 2 Vereinsmitgliedern besondere Ehrungen zuteil, als man Rudolf Kuißl das Deutsche Leistungsabzeichen in Gold und Karl Amesmeier das in Silber verlieh. 1957 wurde Hans Eiglstorfer Gaukönig, 1965 tat ihm dies Josef Matzberger nach. Seine sportlichen Höhepunkte verzeichnete der Verein in den 80-er Jahren, als es eine Mannschaft bis in die Gauliga schaffte. Bei den Gaurundenwettkämpfen 1982 wurde Wolfgang Ziegler zweiter im 30- Schußprogramm.

Dieses hohe Niveau konnte allerdings aufgrund eines drastischen Mitgliederschwundes nicht gehalten werden. Die einst in der Gauliga antretende Mannschaft wurde von Klasse zu Klasse bis in die C Klasse durchgereicht. Vor allem das Fehlen jugendlicher Vereinsmitglieder wirkte sich sehr negativ auf das Vereinsleben und das sportliche Geschehen aus. 2001 war der Tiefpunkt erreicht, als der neue Pächter der "Eiche" den Pachtvertrag mit den Schützen nicht mehr verlängerte und man kurz davor stand, den Verein aufzulösen. Im Landgasthof, Lainer, Eugenbach, fand man schließlich ein neues Vereinslokal. Vorwiegend in Eigenleistung wurde der ehemalige Getreidespeicher in 5 Schießstände umgebaut. Mit dem Wechsel von Landshut nach Eugenbach gab es auch einen deutlichen Mitgliederzuwachs. Hatte der Verein vor dem Wechsel nur 42 Mitglieder, so zählte man 2 Jahre später bereits 72 Mitglieder, unter ihnen eine Reihe von Jugendlichen. Der starke Mitgliederzuwachs wurde bei der Schützengauversammlung 2004 honoriert, als die Eichbaum-Oberndorfer-Schützen für den prozentual stärksten Mitgliederzuwachs im Schützengau Landshut geehrt wurden. Aufgrund der Begeisterung der jugendlichen Neumitglieder entschloss man sich, für die Gaurunde 2003/04 eine 3. und für die Gaurunde 2005/06 sogar eine 4. Mannschaft zu melden.

Nach dem Verkauf der Vereinsgaststätte an einen Investor und dem auslaufenden Pachtvertrag zum 31.12. 2017, ist die Zukunft des Vereins völlig offen.